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01.02.2019

Sondersitzung des Nationalrats am 29. Januar 2019

Ärztemangel: Politik muss handeln
Das Nichtstun der blau-schwarzen Regierung gegen den drohenden Ärztemangel prangerte die SPÖ in einer Nationalrats-Sondersitzung an und präsentierte eigene Lösungsvorschläge. DennÖsterreich droht eine Versorgungslücke vor allem bei praktischen Ärztinnen und Ärzten. In den nächsten 10 Jahren wird rund die Hälfte der niedergelassenen ÄrztInnen in Pension gehen. Bereits heute haben 200.000 Menschen keinen Hausarzt in ihrer Wohnumgebung. Gleichzeitig wird Österreich älter: 2020 werden bereits rund 500.000 Menschen 80 Jahre oder älter sein, der Bedarf an Ärztinnen und Ärzten wird also größer.

SPÖ-GesundheitsministerInnen haben das Problem schon länger erkannt und wichtige Maßnahmen gesetzt:
- 2010 wurden die Gruppenpraxen eingeführt.
- 2012 wurde im Rahmen der Gesundheitsreform die Stärkung der Primärversorgung als klares Ziel formuliert.
- 2015 wurden im Zuge der Reform der Ärzteausbildung die Lehrpraxen gestärkt.
- 2017 wurde das Gesetz zur Einrichtung der Primärversorgungseinheiten beschlossen (PrimVG).
Aktuell aber wird das Problem von der schwarz-blauen Regierung und Gesundheitsministerin Hartinger-Klein völlig ignoriert. "Statt den drohenden Hausärztemangel zu erkennen, ist Gesundheitsministerin Hartinger-Klein damit beschäftigt, die Sozialversicherung zu zerschlagen, um Posten und Jobs für freiheitliche Funktionäre zu schaffen", kritisierte SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner. "Sie kümmern sich nicht um die Gesundheit und die Versorgung der Menschen. Sie kümmern sich einzig und allein um die Versorgung Ihrer Parteifunktionäre mit gut bezahlten Posten. Weniger Ärzte, stattdessen schwarze und blaue Generaldirektoren in der Sozialversicherung, das ist Ihr Programm!"
Pamela Rendi-Wagner: "Das Programm der Regierung: Weniger Ärzte, dafür schwarze und blaue Direktoren in der Sozialversicherung!"

Die Vorschläge der SPÖ zur Bekämpfung des Ärztemangels:
- Die Ausbildung muss praxisnäher werden. Für MedizinstudentInnen und Jungärztinnen und -ärzte soll es außerdem Anreize geben, damit sie in Österreich bleiben und sich auch im ländlichen Bereich niederlassen.
- Der Beruf des Hausarztes muss attraktiver werden, etwa durch die Möglichkeit von Teilzeitarbeit oder die Entlastung von Bürokratie über eine Digitalisierungsoffensive.
- Modelle der Zusammenarbeit – gemischte Gruppenpraxen, Kooperation mit anderen medizinischen Berufen – sollten mehr unterstützt werden. Besonders die Primärversorgungszentren, die die SPÖ in der Regierung auf Schiene gebracht hat, müssen ausgebaut werden.

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